Wissenswertes
Echte Weingenießer beachten eine Vielzahl an Dingen, um den Wein im passenden Ambiente und mit dem richtigen Geschmack zu servieren. Sicher: Sie müssen nicht allen Ratschlägen folgen und können den guten südafrikanischen Tropfen auch in der Art und Weise und in dem Rahmen genießen, wie Sie mögen. Aber es ist doch immer gut, ein wenig Kenntnis um das richtige Drumherum zu haben, weshalb ich Ihnen an dieser Stelle ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben möchte. Gerade am Anfang steht oft die Frage nach der richtigen Temperatur, die Wein haben sollte. Wie so oft lassen sich hier kaum allgemeingültige Antworten geben. Pauschal können Sie sagen, dass Weißwein in der Regel kälter getrunken wird als Rotwein. Betrachten Sie folgende Faustregel als eine, an die Sie sich halten können: Ein kräftiger Rotwein kann gut 19 °C gebrauchen, während ein leichterer und fruchtiger ruhig mit einer Kellertemperatur von 14 °C serviert werden darf. Diese Regel gilt auch für Weißwein. Je kräftiger er im Geschmack ist, desto höher sollte die Temperatur sein, damit er optimal zur Geltung kommt. Beachten Sie aber neben der richtigen Temperatur auch die richtige Behandlung vor dem Servieren. Gerade hochwertige Rotweine müssen vor dem Genuss in eine Karaffe umgefüllt werden. Die Gründe: Insbesondere ein junger Wein wird durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr reifer und runder. Generell beginnt sich bei vielen Weinen erst durch Sauerstoff die Blume zu entwickeln – es ist einfach schade um diese Weine, sie direkt nach dem Öffnen der Flasche auszuschenken. Hinzu kommt: Manchmal haben ältere Rotweine eine Sediment, das so genannte Depot, in der Flasche, das bei vorsichtigem Umgießen in dieser zurückbleibt.Überlassen Sie auch die Wahl der richtigen Weingläser nicht dem Zufall. Ihre Form ist nicht nur eine Stilfrage, sondern haut auch mit der Geschmacksentwicklung des Weins zu tun. Junge, frische Weißweine wie Riesling können eine schlanke Glasform gut gebrauchen, während andere Weißweine, Rosé oder auch fruchtige Rotweine am besten in einer etwas runderen Glasform ausgeschenkt werden. Für Rotweine empfiehlt sich eine bauchige Ballonform, um den Geschmack im Glas nachhaltig zu entwickeln. Dabei gilt: Kleinere Gläser werden maximal zu zwei Dritteln, größere dagegen höchstens zu einem Drittel gefüllt. Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist die, welcher Wein zu welchem Gericht passt. An erster Stelle ist es auch eine persönliche Geschmacksfrage. Wer partout lieber Rotwein trinkt, sollte sich auch beim Fischgericht nicht davon abhalten lassen, auch wenn zu Fisch im Allgemeinen Weißwein gereicht wird. Viel entscheidender als allgemeine Regeln ist die Empfehlung, den Geschmack von Essen und Wein aufeinander abzustimmen. Generell sollte das Essen niemals süßer sein als der Wein. Selbst liebliche Weine können bei sehr stark gesüßten Speisen einen säuerlichen Eindruck hinterlassen. Wenn Sie dagegen ein Gericht mit stark säuerlicher Note wählen, benötigt auch der Wein leicht säuerliche Betonung. Gerichte wie Spargel, die eine bitterliche Nuance aufweisen, sollten nie mit Weinen kombiniert werden, die durch die starke Gerbsäureanteile ebenfalls zu einem bitteren Ton neigen, weil die Bitterstoffe sich in der Wirkung addieren. Stark eiweißhaltige Speisen wie Käse können gerbsäurebetonten Wein gut vertragen, weil sie ihn im Geschmack etwas abmildern. Noch gut zu wissen: Sie müssen für einen guten Wein kein Vermögen ausgeben, dürfen aber natürlich bei günstigen Weinen nicht unbedingt Wunder erwarten. Es ist immer interessant, durchaus mal ein wenig zu experimentieren und verschiedene Weine zu probieren, damit Sie ein Gefühl für die verschiedenen Qualitäten gewinnen. Lassen Sie sich auch nicht wie manche Menschen allein durch das Alter leiten. Je älter desto besser ist pauschal nicht richtig. Für manche Weine trifft das zu und sie können sogar über Jahrzehnte immer besser werden. Andere dagegen schmecken am besten, wenn sie jung getrunken werden. Generelle sind kräftige Weine mit deutlicher Säure oder ausgeprägter Gerbsäurestruktur eher für längeres Lagern geeignet als leichte und fruchtige Weine. Lassen Sie sich aber nicht mehr durch die Form des Verschlusses irritieren. Während früher typische Massenware mit einem Schraubverschluss versehen war und edle Tropfen einem echten Korken verschlossen waren, lässt sich das heute nicht mehr pauschal sagen. Vom Verschluss auf die Qualität zu schließen, ist heute nicht mehr möglich. |
Gerade am Anfang steht oft die Frage nach der richtigen Temperatur, die Wein haben sollte. Wie so oft lassen sich hier kaum allgemeingültige Antworten geben. Pauschal können Sie sagen, dass Weißwein in der Regel kälter getrunken wird als Rotwein. Betrachten Sie folgende Faustregel als eine, an die Sie sich halten können: Ein kräftiger Rotwein kann gut 19 °C gebrauchen, während ein leichterer und fruchtiger ruhig mit einer Kellertemperatur von 14 °C serviert werden darf. Diese Regel gilt auch für Weißwein. Je kräftiger er im Geschmack ist, desto höher sollte die Temperatur sein, damit er optimal zur Geltung kommt. Beachten Sie aber neben der richtigen Temperatur auch die richtige Behandlung vor dem Servieren. Gerade hochwertige Rotweine müssen vor dem Genuss in eine Karaffe umgefüllt werden. Die Gründe: Insbesondere ein junger Wein wird durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr reifer und runder. Generell beginnt sich bei vielen Weinen erst durch Sauerstoff die Blume zu entwickeln – es ist einfach schade um diese Weine, sie direkt nach dem Öffnen der Flasche auszuschenken. Hinzu kommt: Manchmal haben ältere Rotweine eine Sediment, das so genannte Depot, in der Flasche, das bei vorsichtigem Umgießen in dieser zurückbleibt.